• Dr. Michael Reifenrath

    Kieferorthopädie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Gesetzliche Krankenversicherungen

Nach § 29 Abs. 1 SGB V haben Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen seit 01.01.2002 einen Leistungsanspruch, wenn „[…] eine Kiefer- oder Zahnfehlstellung vorliegt, die das Kauen, Beissen, Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt oder zu beeinträchtigen droht.“


Der Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen verabschiedete am 17. August 2001 Änderungen der seit Januar 1994 gültigen Richtlinien für die kieferorthopädische Behandlung. Die Änderungen traten am 01.01.2002 in Kraft.

Bei den zu diesem Zeitpunkt eingeführten kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) handelt es sich um ein Befund-bezogenes Indikationssystem der gesetzlichen Krankenkassen. Die kieferorthopädischen Indikationsgruppen (Befunde) sind in fünf Behandlungsbedarfsgrade eingeteilt. Der Befund mit dem höchsten Behandlungsbedarf entscheidet über die Kostenübernahme. Nur bei den Graden 3, 4 und 5 hat der Versicherte einen Leistungsanspruch gegenüber seiner Krankenversicherung und nur dann, wenn er sich in der zweiten Phase des Zahnwechsels (spätes Wechselgebiss) befindet und er das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat (eine Ausnahme stellt die kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie bei sehr starken Kieferfehlstellungen dar).

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten bei kieferorthopädischen Behandlungen in Höhe von 80 %, wenn eine KIG-Indikationsstufe 3, 4 oder 5 festgestellt wurde. Befinden sich mehrere in Ihrem Haushalt lebende Kinder (die bei Behandlungsbeginn das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben) gleichzeitig in kieferorthopädischer Behandlung, beträgt der vorläufige Anteil der Krankenkasse für das zweite und jedes weitere Kind 90 % der Behandlungskosten. Der Eigenanteil von 20 % bzw. 10 % wird nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung zurückerstattet.

Einige gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich aber auch an höherwertigen Versorgungen, wenn Patienten eine über das „[…] notwendige, ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche […]“ Maß hinausgehende Therapie wünschen.

Private Krankenversicherungen

Die privaten Krankenversicherungen erstatten bei festgestellter medizinischer Notwendigkeit prophylaktische Maßnahmen (siehe Kieferorthopädische Prophylaxe) und die eigentliche Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Allerdings hängt die Höhe der Erstattung von Ihrem gewählten Versicherungstarif und der Höhe Ihres evtl. gewählten Selbstbehaltes ab. Wichtig ist dabei, dass im Versicherungsvertrag die Kieferorthopädie nicht ausgespart wurde.

Private Zusatzversicherungen

Einige private Zusatzversicherungen bieten spezielle Tarife an, die die Leistungen abdecken, die die gesetzlichen Krankenversicherungen nicht übernehmen (siehe Gesetzliche Krankenversicherungen). Lohnenswert ist hier evtl. ein Vergleich der verschiedenen Zusatzversicherer durch unabhängige Stellen, wie die Stiftung Warentest.

Finanzierungsmöglichkeiten

Ich biete Ihnen in Zusammenarbeit mit der EOS Health AG flexible Teilhonorarzahlungen an (bis zu 12 Raten zinsfrei), falls Ihre Behandlung nicht von Ihrer Krankenkasse unterstützt wird oder zusätzlich notwendige Behandlungsmaßnahmen im Leistungskatalog Ihrer Krankenkasse nicht enthalten sind. Zusammen werden wir für Sie eine optimale Behandlung unter optimalen Bedingungen finden, damit es Ihnen leichter fällt, eine kieferorthopädische Behandlung zu beginnen, die Sie benötigen bzw. die Sie gerne möchten.

Beihilfe versichert?

Die Beihilfe erstattet - ähnlich wie die privaten Krankenversicherungen - bei einer festgestellten medizinischen Notwendigkeit. Sie übernimmt dabei aber nur die Kosten für eine Therapie auf durchschnittlichem Niveau! Ob Ihre Beihilfestelle für eine höherwertige, zeitgemäße Therapie die Kosten übernimmt, sollte im Vorfeld oder nach Einreichung eines Therapieplanes abgeklärt werden.